Gesäßimplantate

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Gesäßimplantate (Po-Implantate) sind ein Eingriff der ästhetischen Körperchirurgie, auch als Gesäßvergrößerung mit Implantaten bekannt. Dabei werden feste, medizinische Silikonimplantate eingesetzt, um Größe, Form und Projektion des Gesäßes langfristig zu verbessern. Im Vergleich zum Brazilian Butt Lift (BBL) mit Eigenfett liefern Implantate ein vorhersehbares Volumen, können aber je nach Ziel und Anatomie auch mit Fetttransfer kombiniert werden

Was ist eine Gesäßvergrößerung mit Implantaten

Bei der Gesäßimplantation werden Silikonimplantate chirurgisch in die Gesäßregion eingesetzt, typischerweise über einen Schnitt in einer unauffälligen Zone wie der Gesäßfalte. Je nach Technik können die Implantate über oder unter dem Gesäßmuskel positioniert werden, um eine harmonische Silhouette und Symmetrie zu erreichen

Für wen eignet sich der Eingriff

Bevor Sie sich Po-Implantaten unterziehen können, müssen Sie in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein und sich in guter körperlicher Verfassung befinden. Sie sollten psychisch stabil sein und verstehen, dass Po-Implantate eine kosmetische Verbesserung anstreben, nicht Perfektion. In der Erstberatung besprechen Sie Ziele, Erwartungen und die gewünschten Veränderungen. Nach Untersuchung und Beurteilung Ihrer Anatomie entscheidet der Chirurg, ob Sie ein geeigneter Kandidat für eine Gesäßvergrößerung sind

Ablauf der Gesäßimplantation

Gesäßimplantate werden häufig ambulant durchgeführt und dauern meist zwei bis drei Stunden. Die tatsächliche Dauer hängt von der Erfahrung des Arztes, der Anatomie, der Technik und weiteren Faktoren ab. Die Implantate werden über einen Schnitt eingesetzt, der so platziert wird, dass Narben möglichst wenig sichtbar sind, häufig in der Gesäßfalte oder im Bereich zwischen den Pobacken

  • Anlage einer Implantattasche, groß genug für das Implantat
  • Platzierung über oder unter dem Muskel, abhängig von Fall und Ziel
  • Kontrolle von Symmetrie und natürlicher Kontur
  • Verschluss der Schnitte und Anlegen eines Kompressionsmieders

Vorteile von Po-Implantaten

Die Vergrößerung und Formverbesserung des Gesäßes mit Implantaten kann für Männer und Frauen effektiv sein, die mit Volumen oder Projektion unzufrieden sind. Zusätzlich werden zwei praktische Vorteile gegenüber reinem Fetttransfer häufig genannt

  • Geeignet für Patientinnen und Patienten mit wenig oder keinem verfügbaren Eigenfett für Spenderzonen
  • Kein Faktor der Fettresorption wie bei Fettinjektionen, da das Implantatvolumen stabil bleibt

In Kombination mit anderen Körperformungsbehandlungen wie einer Fettabsaugung können ausgewählte Patientinnen und Patienten eine deutliche ästhetische Verbesserung erzielen, wenn Indikation und Planung stimmen

Heilung und Erholungszeit

Nach einer Gesäßvergrößerung dauert es meist einige Tage, bis Sie wieder ruhige, wenig körperlich belastende Tätigkeiten aufnehmen können, während die vollständige Genesung mehrere Monate dauern kann. Häufig wird empfohlen, etwa 10 bis 12 Tage zu Hause zu bleiben, bevor Sie zur Arbeit und zu normalen Aktivitäten zurückkehren. Sport und intensive Übungen sollten üblicherweise rund vier Wochen pausiert werden. Verbände werden oft zwei bis drei Tage nach dem Eingriff entfernt, danach ist in vielen Fällen Duschen und vorsichtig normale Bewegung möglich, sofern Ihr Chirurg zustimmt

Woraus bestehen Gesäßimplantate

Gesäßimplantate bestehen typischerweise aus festem Silikon. Dieses Material unterscheidet sich vom Silikongel einiger Brustimplantate, da es gummiartig, deutlich robuster und weniger anfällig für Leckagen ist. Moderne Implantate aus weichfesten Silikonen können sich natürlicher anfühlen, stabil liegen und reißen oder „entleeren“ in der Regel nicht

Nachsorge und Alltagstipps

Nach dem Eingriff wird häufig empfohlen, sich auszuruhen und überwiegend auf dem Bauch oder auf der Seite zu schlafen. Autofahren sollte erst nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen werden. Manche Patientinnen und Patienten werden angewiesen, beim Toilettengang eher leicht in die Hocke zu gehen statt zu sitzen und erst wieder zu sitzen, wenn der plastische Chirurg dies erlaubt, teils mit Hilfe eines speziellen „Doughnut“- oder Boppy-Kissens

Wichtig ist außerdem, dass trotz hoher Zufriedenheit vieler Patientinnen und Patienten ein relevantes Risiko für Komplikationen bestehen kann. Daher sollten Sie alle Optionen sorgfältig prüfen und mögliche Risiken vorab ausführlich mit dem Chirurgen besprechen

Gesäßimplantate vs Fettinjektion (BBL)

Bei einer Fettinjektion, auch Brazilian Butt Lift (BBL) genannt, wird Eigenfett z. B. aus Bauch oder Oberschenkeln entnommen und in das Gesäß injiziert, um Volumen und Kontur zu verbessern. Da körpereigenes Gewebe verwendet wird, kann das Ergebnis natürlicher wirken, allerdings hängt die langfristige Projektion davon ab, wie viel Fett tatsächlich einheilt

Beim Po-Implantat-Verfahren werden feste Silikonimplantate über einen Schnitt zwischen den Pobacken eingesetzt und über oder unter dem Gesäßmuskel platziert. Dieses Verfahren kann bei Bedarf mit Fetttransplantation kombiniert werden, um Übergänge weicher zu gestalten oder die Form weiter zu verfeinern. Die Kerndifferenz liegt in der Materialquelle und der Augmentationsmethode: Eigenfett vs Silikonimplantat

  • BBL: Eigenfett, Ergebnis abhängig von Einheilung und Fettresorption
  • Implantate: planbares, stabiles Volumen, geeignet auch bei wenig Eigenfett
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